
Ich gebe zu, ich hatte einen Moment lang Gänsehaut. In der Neuerscheinungen des Herder-Verlags „Zu anders für die Macht?“ stehe ich als Gastautorin auf dem Cover, quasi „Seite an Seite“ mit der von mir wirklich bewunderten Alt-Bundestagspräsidentin Rita Süssmuth. Ich empfinde das als große Ehre.
Worum geht es in dem Buch?
Die Herausgeberinnen Tannaz Falaknez, Stefanie Lohaus und Cécile Weidhofer versammeln in diesem Sammelband Frauen, die in ihrer politischen Arbeit in unterschiedlichster Weise anders sind. Als Frau mit Migrationshintergrund, als Transfrau, aus parteilose Politikerin – oder eben als Mutter in der Politik. Ihr „Andersseins“ ist Last – und Chance – zugleich.
Anders zu sein erfordert die Fähigkeit, sich in einem erst einmal fremdartigen Umfeld zu behaupten und kann sich sehr anstrengend anfühlen. Zugleich eröffnet es neue Sichtweisen, bietet die Chance, Menschen mit unterschiedlichsten Lebenserfahrungen in Berührung zu bringen und stärkt damit die Vielfalt in politischen Gremien.
Die Rolle von Müttern in der Politik
Als Gastautorin schreibe ich in der Publikation über die Situation von Müttern in der Politik, über (fehlende) Familienfreundlichkeit in politischen Gremien und was sich konkret dagegen tun lässt.
Ein Buch, dessen Erscheinen kurz vor der Bundestagswahl wichtiger denn je ist. Sexismus, Rassismus und Anfeindungen gegen andere Lebensweisen als die weiße, männliche und heteronormative nehmen zu. Dieses Buch setzt ein Statement für Vielfalt und Multiperspektivität in der politischen Arbeit, aber auch in unserer Gesellschaft insgesamt.
Ich wünsche der Neuerscheinung „Zu anders für die Macht?“ des Herder-Verlags zahlreiche Leser:innen und Rezensionen in Zeitungen, Magazinen und überregionalen Medien. Männer bekommen diese Aufmerksamkeit wie selbstverständlich, mutigen Frauen wie den Herausgeberinnen und Gastautorinnen dieses Buches wünsche ich sie JETZT!
